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Auszug aus der „Dankesrede“ von Herrn Graber-Dünow bei der Preisverleihung am 28.11.2005:

„Als wir vor 8 ½ Jahren dieses Haus eröffneten, gab es einige konzeptionelle Grundpfeiler, einige Ideen, die wir unbedingt umsetzen wollten. Eine dieser grundlegenden konzeptionellen Überlegungen war das Bestreben, den Bewohnerinnen und Bewohnern ein umfangreiches Aktivitäten- und Kulturprogramm zu bieten; eine möglichst große Zahl an Angeboten, unter denen die BewohnerInnen die Veranstaltungen wählen können, die ihren Wünschen und Interessen entsprechen. Die heutige Verleihung des Preises werte ich gerne als eine Bestätigung unserer Bemühungen.

Dabei war es auch unser Bestreben, die traditionelle Trennung zwischen „Therapie“ und „Pflege“ aufzuheben oder doch zumindest durchlässig zu machen. Die Altenpflege ist nun einmal ein sozialpflegerischer Beruf – nur leider findet sich dies in der Praxis oft nicht wieder. Wir haben daher von Anfang an allen MitarbeiterInnen, die über entsprechende Fachkenntnisse und das notwendige Interesse verfügen, die Möglichkeit gegeben, sich an der Gestaltung unserer Gruppenangebote zu beteiligen. Unser Angebot an Gruppenaktivitäten ist daher auf mittlerweile 26 Veranstaltungen angewachsen, wobei sich die Gruppenleitungen auf insgesamt 14 Personen verteilen; darunter sind auch zwei ehrenamtliche HelferInnen sowie eine Veranstaltung, deren Durchführung abwechselnd von verschiedenen Pflegekräften übernommen wird. Unsere wöchentlichen Ausflüge wären ohne das Engagement einer Gruppe Ehrenamtlicher sowie zuweilen verschiedener sonstiger MitarbeiterInnen überhaupt nicht durchführbar.

Neben den regelmäßigen Angeboten sind viele MitarbeiterInnen auch in die Gestaltung unserer diversen Sonderveranstaltungen integriert.

Doch dieser Preis gilt nicht nur all denen, die an der Gestaltung unserer verschiedenen Aktivitäten ganz direkt beteiligt sind, sondern er gilt dem ganzen Haus. Ebenso wie in der Altenpflege von der Notwendigkeit einer „ganzheitlichen Sicht des Menschen“ gesprochen wird, muss meines Erachtens auch eine Einrichtung wie die unsere ganzheitlich gesehen werden. Denn was nützt beispielsweise das beste und attraktivste Kulturprogramm, wenn

  • es im Raum kalt ist, weil der Hausmeister die Heizung nicht im Griff hat,
  • es schmutzig ist, weil die Reinigung nicht funktioniert,
  • die Küche nicht für die gewünschte Verpflegung sorgt
  • und die Pflege die BewohnerInnen nicht zur Teilnahme motiviert, ihnen aus den Betten hilft, sie ankleidet und zur Veranstaltung bringt.

Das heißt, eine Einrichtung wie die unsere kann nur funktionieren, wenn alle MitarbeiterInnen an einem Strang ziehen und jeder an seinem Platz seine jeweilige Aufgabe so optimal wie möglich verrichtet.

Somit gilt dieser Preis also unserem gesamten Haus und ich möchte mich daher auch bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (und dabei sind unsere ehrenamtlichen HelferInnen natürlich eingeschlossen) herzlich für ihr Engagement bedanken.

Und last but not least möchte ich mich auch unserem Träger, der Cronstetten Stiftung bedanken. Die Cronstetten Stiftung hat uns hier hervorragende Rahmenbedingungen gegeben, ohne die diese Auszeichnung sicherlich nur schwer möglich gewesen wäre.“



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